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Holländische Louis XVI Bodenstanduhr mit Flötenspielwerk
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Monumentale, holländische Louis XVI Bodenstanduhr mit Flötenspielwerk, signiert C. Bakker Groningen, 8-Tage Werk mit Ankergang, Sekundenpendel, holländischem Schlag auf 2 Glocken, eingebautes Flötenspielwerk mit bestifteter Holzwalze, die sich automatisch nach jeder Melodie zur Nächsten verschiebt, 2x32 gedackte Holzpfeifen für 7 Musikstücke, alle 4 Stunden spielend, 5 x täglich ab morgens 9 Uhr, vergoldetes Messingzifferblatt mit aufgelegtem, versilbertem Ziffernring, Datum und Sekundenring im mattierten Zentrum, gesägte, ziselierte und vergoldete Messingzeiger, unterhalb des Ziffernrings auf einer separaten Messingplatte eine sehr schön gemalte elegante Szene mit musizierenden Putti, teils mit flammenmahagonifurniertem Eiche und massivem Mahagoni aufgebautes Gehäuse, reich dekoriert mit Schnitzarbeiten und vergoldeten Bronzen, Pendelfenster mit Goldbronzemontur, gekrönt von 3 Holzvasen, Gesamthöhe inkl. Vase 327 cm, um 1790. Für die Namen der Melodien siehe englischen Text. C. Bakker steht für Claas Bakker, ein bekannter Uhrmacher der Stadt Groningen, aktiv Ende des 18. Jahrhunderts, verantwortlich für die Wartung der Uhr des Martiniturms. Das Flötenwerk wurde vermutlich Claas Bakker zugeliefert. Die Herkunft ist nicht 100%-ig nachweisbar. Möglicherweise ist es in Amsterdam hergestellt. Am Ende des 18. Jahrhunderts waren viele (Haus)orgelmacher in dieser Stadt tätig, u.a. aus Deutschland. Der Entwurf dürfte aber französisch sein, nicht nur wegen der Musiktitel sondern auch wegen der französischen Beschriftung der Walze. Der Gebrauch der französischen Sprache war andererseits in den Niederlanden im 18. Jahrhundert auch weit verbreitet. Das Orgelwerk wurde weitgehend im Nationaal Museum van Speelklok tot Pierement in Utrecht unter der inspirierenden Leitung des ehemaligen Direktors Dr. J.J.L. Haspels restauriert. Die handgeschriebenen Titel auf der Walze sind aber nur bedingt lesbar. Die hölzerne Musikwalze ist einfach herauszunehmen bzw. auswechselbar. Ohne Zweifel standen früher mehrere Walzen zur Verfügung. Möglich ist auch, dass im Laufe der Zeit neue Walzen gekauft wurden, wodurch sich der Zeitunterschied zwischen Uhr und den jüngeren Melodien erklären lässt. Das außergewöhnlich prachtvolle Gehäuse ist vermutlich auf Sonderbestellung angefertigt worden. Soweit bekannt, existiert zur Zeit keine andere, vergleichbare Bodenstanduhr mit einem Flötenwerk in dieser Qualiät. |
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